Im Laufe des Lebens lernen wir immer mehr über die „wahren Geheimnisse“ des Lebens – und mitunter auch darüber, was es bedeutet, richtig glücklich zu sein. Dabei ist mir im letzten Jahr sehr bewusst geworden, welch wichtigen Part in einem erfüllten Leben das Konzept der Dankbarkeit spielt. Warum das so ist und wie auch du davon profitieren kannst, verrate ich dir in diesem Artikel.

Mein erstes „Date“ mit der Dankbarkeit

Vorletztes Jahr (an meinem 34. Geburtstag) habe ich eine tolle Party Zuhause veranstaltet. Jede Menge Freunde waren zu Besuch und wir hatten einen extrem lustigen Abend. Nachdem alle Gäste gefahren waren, stellte mir meine Freundin noch eine Frage, denn trotz des tollen Abends war ich etwas niedergeschlagen und nicht richtig glücklich.

Wir saßen also auf der Couch und sie erzählte mir von einem Konzept, welches ihr und jedem anderen, der es einmal angewandt hat, das eigene Leben sehr bereichert hat.

Sie stellte mir eine relativ simple Frage: „Für welche drei Dinge bist du derzeit und das letzte Jahr über extrem dankbar?“ Aus heutiger Sicht eine enorm einfache Frage, denn mittlerweile stelle ich mir diese Frage jeden Morgen im Rahmen meiner Morgenroutine. Doch zum damaligen Zeitpunkt kam ich erstmal ins Stocken. Ich wollte der Frage ausweichen, sie kam mir komisch vor und war mir unangenehm. Spontan hatte ich nämlich auch keine direkte Antwort parat. Doch sie ließ nicht locker. Also überlegte ich, für was ich in meinem Leben derzeit dankbar bin.

Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, was ich dann aufgezählt habe. Ich glaube es waren folgende drei Punkte:

  • Dass wir uns gefunden haben und unsere beiden Hunde sich ebenfalls so sehr lieben (wir waren da gerade frisch zusammen und haben jeweils einen einen eigenen Hund in die Beziehung gebracht).
  • Dass es meine Schwester gibt und ich so eine tolle Verbindung zu ihr habe (sie war gerade auch zu Besuch).
  • Dass wir alle gesund sind.

Positives Mindset durch Fokus auf Dankbarkeit

Ich hätte nie gedacht, dass bewusste Dankbarkeit mein Leben so sehr bereichern wird. Ich schreibe möglichst regelmäßig im Rahmen meiner Morgenroutine drei Dinge auf, für die ich an dem jeweiligen Tag besonders dankbar bin. Warum ich das mache? Weil es mein Mindset in eine positive Grundstimmung versetzt. Ich komme morgens manchmal etwas schwerfällig aus dem Bett und mir Dinge bewusst zu machen, für die ich derzeit dankbar bin, bringt mich in eine gute Stimmung. Dankbarkeit kann viele positive Gefühle in dir auslösen.

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Wir sind ja bekanntlich „Gewohnheitstiere“ und dementsprechend nehmen wir Menschen oder Umstände wie unsere Gesundheit schnell als selbstverständlich wahr. Sind wir dann einmal krank, wünschen wir uns nichts sehnlicher zurück als den Zustand, als wir gerade gesund waren. Gleiches gilt, wenn wir einen geliebten Menschen verlieren. Also sollten wir extrem dankbar dafür sein, dass wir gerade gesund sind und Menschen um uns herum haben, die wir lieben. Auch in deinem Leben wird es Dinge geben, für die du dankbar sein kannst, zum Beispiel:

  • Deine Freunde und Familie
  • Die Schönheit der Natur, z.B. tolle Sonnenuntergänge
  • Tolles Essen
  • Deine Lieblingsmusik
  • Die Möglichkeit, etwas Besonderes aus deinem Leben zu machen

Reicht dir alles nicht? Dann überlege dir doch mal zum Beispiel, was du für ein Glück hast diese Zeilen hier lesen zu können. Du verfügst über einen Internetanschluss und wirst vermutlich auch ein Dach über dem Kopf haben. Dankbar sein kannst du auch für deinen Körper. Er ist ein absolutes Wunderwerk der Natur. Betrachte doch einfach einmal deine Hände oder einen anderen Part deines Körpers. Alleine durch die Kraft deiner Gedanken kannst du deinen Körpern steuern. Jedenfalls wenn du gesund bist und keine schwere Krankheit oder Verletzung hast. Ich bin extrem dankbar, dass mir die Natur diesen tollen Körper zur Verfügung gestellt hat.

Wie du Dankbarkeit trainieren kannst

Ich muss gestehen, dass ich nicht immer dankbar war. Ich bin ein Mensch, der Dinge sehr schnell als selbstverständlich annimmt. Gerade deshalb ist das Konzept der Dankbarkeit für mich persönlich so wichtig. Dadurch mache ich mir immer wieder bewusst, wie gut es mir geht und was für tolle Dinge in meinem Leben geschehen.

Wie bereits erwähnt, habe ich das Konzept der Dankbarkeit in meine Morgenroutine integriert. D.h. ich stelle mir täglich die Frage: Für welche drei Dinge bin ich heute dankbar? (Und jeden Abend frage ich mich: Was waren die drei tollsten Dinge, die ich heute erlebt habe?). Hierfür habe ich zu Beginn mit einem Journal gearbeitet, was mir die Routine enorm erleichtert hat. Dazu ist so ein Journal voll mit hilfreichen Tipps und Hacks für ein glückliches und zufriedenes Leben.

Was ist mit dir? Für was bist du dankbar in deinem Leben? Hast du zuvor schon einmal über das Prinzip der Dankbarkeit nachgedacht? Wann hast du zuletzt einem geliebten Menschen gesagt, dass du dankbar bist, dass es ihn oder sie gibt? Ich hoffe du konntest aus diesem Artikel etwas für dich mitnehmen und bist auch bereit für dein erstes Date mit dem Konzept der Dankbarkeit. #WhyTheFuckNot?

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